Wie bereits seit über 10 Jahren, so ist auch 2012 die Stadt Dresden am 13. & 18. Februar ein Sammelbecken für geschichtsrevisionistische & neonazistische Weltbilder.
Das Ziel entsprechender Akteur_innen ist die Umdeutung der deutschen Geschichte von ’33 bis ’45 und die Verherrlichung der massenhaften NS-Verbrechen.
Um sich der Ideologie der Ungleichwertigkeit und Menschenfeindlichkeit entgegen zu setzen bedarf es lediglich warmer Kleidung und 5€ für ein Busticket.
Es sind noch für beide Tage Tickets an folgenden Verkaufsstellen erhältlich:
DGB Jugendbüro – „Filler“
Offenes Jugendbüro – „RedRoxx“
SuRa Büro – Uni Erfurt
Allen Studierenden die nachwievor an dem Zusammenhang zwischen der Studienrichtung Förder-, Sonder- & Integrationspädagogik und dem heutigen Neonazismus zweifeln, sei folgendes nahe gelegt:
200.000 Menschen mit Beeinträchtigung – ermordet zwischen 1939-1945
„Gegen das Vergessen von behinderten Menschen als häufig nicht beachtete Nazi-Opfer!“ – Hubert Hüppe, Behindertenbeauftragter der Bundesregierung
Ein Zeit Artikel der in den letzten Tagen für überdurchschnittlich viel Aufmerksamkeit sorgte:
„Lotta kann krabbeln, sagt ihr großer Bruder Ben. Im Geheimen. Im Geheimen kann Lotta, zwei Jahre alt, so einiges: sitzen, sehen, »Mama« sagen. Meine Tochter hat geheime Superkräfte, die nur ihr vierjähriger Bruder kennt. Der Rest der Welt sieht sie anders: als Vena-Galeni-Kind, körper- und sehbehindert. […]“
Am Freitag den 23.12.2011 zeigt Arte um 20.15 Uhr den Streifen „Temple Grandin – Du gehst nicht allein“ aus dem Jahr 2010.
Der Film beschreibt das Leben der amerikanischen Doktorin der Tierwissenschaft Temple Grandin, der bereits in den 50er Jahren Autismus zugeschrieben wurde.
Basierend auf wahren Begebenheiten und orientiert an der realen Person Temple Grandin ist wohl ein sonderpädagogisch cineastischer Blumenstrauß zu erwarten…
Die Wiederholungen laufen am 25.12.2011 um 02.50 Uhr und am 04.01.2012 um 01.15 Uhr.
Nach „Was darf William kosten?“ , hier wieder eine längere Dokumentation zur Integration beeinträchtigter Menschen in den 1. Arbeitsmarkt und den Kampf um die Autonomie junger Schüler_innen. Behindert – Was darf ich werden?
Ein Kosmos aus Emanzipation und Beharrlichkeit aber auch Bürokratie und administrativem Kompetenzgerangel, SGB IX, WfbM, LVR.
Wenn bei Candoco getanzt wird, geschieht dies auf einem ausgesprochen hohen künstlerischen Niveau. Die Contempory Dance Company ist weltweit mit seinen Inszenierungen unterwegs und hat dabei bereits eine ansehnliche Anzahl von Preisen und Auszeichnungen für seine innovative Arbeit bekommen.
Das Besondere an Candoco ist die tänzerische Zusammenarbeit von Menschen mit körperlichen Behinderungen und Nicht- Behinderten. Zur Zeit sind sie einer der bekanntesten und gefragtesten Companys mit einem INKLUSIVEN „modern dance“ Konzept.
Unmögliches gibt es dabei nicht; Ästhetik, Kraft, Bewegungsabläufe und Grenzen erhalten zumindest für den Zuschauer einen neuen Spielraum. Hier Anschauen!
Was darf William kosten? Eine halbstündige ARD Dokumentation, exemplarisch für die hässliche Fratze des entsolidarisierenden Kapitalismus und Neoliberalismus in dieser Gesellschaft.
Der Zenit unseres Unverständnisses und unserer Verärgerung liegt bei Minute 7 und fortfolgend.
Frau Sippel, ist das ihr ernst? Wie teuer dürfen Sie sein?